Archiv für März 2014

Solidarität mit antifaschistischem Widerstand in der Ukraine

ukraine

Die bürgerlichen Medien in der BRD berichten fast ausnahmslos einseitig über die Situation in der Ukraine. Die EU, die USA und auch Russland verfolgen ihre Machtinterressen in der Region. Weder die EU, USA noch Russland vertreten die sozialen Interessen der Bevölkerung in der Ukraine. Der Internationale Währungsfonds fordert von der Ukraine eine drastische Erhöhung der kommunalen Tarife und ein Einfrieren der Löhne. Gleichzeitig sollen Subventionen für Industrie und Landwirtschaft sowie soziale Leistungen gestrichen werden. Der neue Ministerpräsident Jazenjuk hat diese sozialen Einschnitte bereits zugesagt. Innerhalb der Protestbewegung der ukrainischen Bevölkerung gegen die ehemalige Regierung von Janukowitsch konnten sich faschistische Gruppierungen in den vergangenen Monaten massiv verankern und ihre Mitgliederstärke vervielfachen. Es kam zu flächendeckenden Zerstörungen von Lenin-Denkmälern und antifaschistischen Gedenksteinen. Die neofaschistische Partei Swoboda (»Freiheit«) des Antisemiten Oleg Tjagnibok ist ein wesentlicher Teil der Oppositionsbewegung auf dem Maidan in Kiew. Auch der »Rechte Sektor« ein Zusammenschluß mehrerer militanter faschistischer Gruppierungen, ist präsent und tritt paramilitärisch auf. Die Situation stellt eine große Gefahr für linke und antifaschistische AktivistInnen in der Ukraine dar.
Spendenkonte der Roten Hilfe für Antifas in der Ukraine

Antirepressionsabend am 18. März, dem Tag des politischen Gefangenen

rotehilfe

Am 18. März 1923 rief die Rote Hilfe erstmals zum Internationalen Tag der politischen Gefangenen auf. Dieses Datum erinnerte an die Märzgefallenen der demokratischen Kämpfe von 1848 ebenso wie an die blutige Niederschlagung der Pariser Kommune von 1871. Nachdem der Faschismus dieser Tradition des linken Antirepressionskampftags ein Ende gesetzt hatte, griffen 1993 Libertad! und die Rote Hilfe e.V. diese Initiative wieder auf. Seither wird der 18. März wieder regelmäßig mit zahllosen Veranstaltungen als Tag der politischen Gefangenen begangen.

Aus diesem Anlass findet am 18. März im JUZ ein Antirepressionsabend statt. Nach einer kurzen Einführung zur Geschichte des Tags der politischen Gefangenen gibt eine Vertreterin der Roten Hilfe Heidelberg Tipps zum Umgang mit Polizei und Justiz für den politischen Alltag. Später am Abend wird der Film “Long Distance Revolutionary” gezeigt, der die Situation des linken afroamerikanischen Journalisten Mumia Abu-Jamal beschreibt, der seit über 30 Jahren in den USA im Knast sitzt und jahrzehntelang von der Hinrichtung bedroht war.

Eine Veranstaltung des Solikreis Mannheim
Am Dienstagabend, 18. März 2014 im JUZ Friedrich Dürr Mannheim